Cannabis

Drogentest und Führerschein

Liegt bei Jemandem, egal in welcher Situation er der Polizei auffällt, der Verdacht des Drogenkonsums nahe, folgt in der Regel ein Drogentest. Dieser Drogentest wird möglichst zeitnah angeordnet und kann in Form eines MPUs – Medizinisch-Psychologische Untersuchung –, einer Urinprobe oder eines Bluttestes durchgeführt werden. Nur in seltenen Fällen werden Haarproben genommen. Da ein Drogennachweis immer den Entzug des Führerscheines nach sich zieht (ganz egal, ob man während der Kontrolle am Steuer saß oder nicht), werden Drogentests meist von der Führerscheinstelle angeordnet.

Drogentest aus der Apotheke

In Apotheken werden bereits zahlreiche Tests angeboten, die den Drogenkonsum nachweisen können. Durch solche Apotheken-Schnelltests sollen illegale Substanzen wie Cannabis, Kokain, Amphetamine und Opiate festgestellt werden. Es gibt sowohl spezielle Tests auf einzelne Substanzen, wie zum Beispiel den THC- Schnelltest, der nur THC und seine Abbauprodukte nachweisen kann oder den Kokain Schnelltest, aber auch solche, die alle oben genannten Drogen erkennen können.

Cannabistests und Drogen im Strassenverkehr

Vom Konsum von Drogen als aktiver Teilnehmer am Strassenverkehr ist dringend abzuraten, man bringt nicht nur sich selbst, Beifahrer und andere Menschen in Lebensgefahr, auch kann man selbst oft nicht beurteilen, ob eine Beeiträchtigung der Fahrtüchtigkeit gegeben ist. Außerdem kann man, auch wenn man erst einige Tage nach dem Drogenkonsum angehalten und kontrolliert wird, zum Beispiel per Wischtest oder Blutprobe, Drogen nachweisen.

Drogenscreening Urin

Das Drogenscreening auf Urinbasis wird sehr viel häufiger angewandt als das auf Blutbasis, da es einfacher und schneller funktioniert. Auch die Nachweisdauer im Urin ist in den meisten Fällen sehr viel länger als im Blut.

Wer im Rahmen eines Drogenscreenings zum Urintest muss, der sollte sich auch über lang zurückliegenden Drogenkonsum Gedanken machen, sofern er regelmäßig erfolgt ist. Abbauprodukte können über extrem lange Zeit nachgewiesen werden.

Folgende Drogen können nachgewiesen werden:

  • Amphetamine und Methamphetamine
  • Barbiturate
  • Benzodiazepin

Urintest

Bei Auffälligkeiten im Straßenverkehr gelten Urintests als die gängigste Methode, um Drogen nachzuweisen. Ein Urintest kann Spuren von Cannabis, Kokain, Ecstasy, Crack, Heroin und anderen Drogen auch nach mehreren Tagen noch nachvollziehen.

Drogenscreening

Meistens geht es beim Drogenscreening um eine langfristige Überwachung des Drogenkonsums der Zielperson. Das bedeutet, dass regelmäßig verschiedene Drogentests durchgeführt werden, umzu überprüfen, ob sich das Konsumverhalten auch wirklich dauerhaft geändert hat.

In den allermeisten Fällen geht es dabei um Cannabis-Abbauprodukte, in Zusammenhang mit einem Drogentest zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis, einem Führerscheintest oder der bekannteren MPU.

Wie läuft das Drogenscreening ab?

Bluttest

Der Bluttest gilt als besonders zuverlässiges Mittel, um Drogeneinnahmen nachzuweisen. Denn es ist unmöglich, sein Blut zu manipulieren. So ist sogar gesetzlich festgelegt worden, dass Bluttests bevorzugt angewendet werden sollten. Denn von dem Moment an, in dem die Droge konsumiert wird, spiegelt sich dies im Blut wieder – schließlich ist das Blut der 'Lieferant', der den Körper mit der eingenommenen Droge versorgt.

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