Urintest

 

Bei Auffälligkeiten im Straßenverkehr gelten Urintests als die gängigste Methode, um Drogen nachzuweisen. Ein Urintest kann Spuren von Cannabis, Kokain, Ecstasy, Crack, Heroin und anderen Drogen auch nach mehreren Tagen noch nachvollziehen.

Im Gegensatz zu einem Bluttest kann der unmittelbare Konsum von Drogen allerdings nicht herausgefunden werden. Somit sagt der Urintest nichts über den aktuellen Zustand der verdächtigen Person, sondern lediglich etwas über deren Drogeneinnahme in der letzten Zeit aus. So sollte ein Urintest vor allem als Ergänzungstest nach Bluttests verwendet werden, da diese wesentlich genauer arbeiten.

Allerdings gilt der Urintest als besonders unkompliziert, da dazu kein Eingriff auf den Menschen notwendig ist und Urin in beliebiger Menge abgesondert werden kann. Somit stellt der Urintest eine bequeme Methode, Drogen nachzuweisen, dar. Dennoch darf auch ein Urintest nicht auf offener Straße angewendet werden – in diesem Fall gilt es, die Intimsphäre zu bewahren und den Test auf die Polizeiwache oder das Krankenhaus zu verlegen.

Ein weiterer Grund dafür, dass der Urintest im Vergleich zum Bluttest eher schlecht abschneidet, ist die Möglichkeit, diesen zu manipulieren. So gibt es bereits zahlreiche Methoden, wie man trotz momentaner Drogeneinnahme bei einem Urintest negativ abschneidet. Beim Drogenscreening Fremdurin zu verwenden ist natürlich illegal.